Versand nach:
Deutschland
Sprache
WARENKORB
Kostenlose Lieferung ab 200 €

Die häufigsten Weinfehler

Manchmal liegt das Problem nicht daran, dass er dir nicht schmeckt: So erkennst du Weinfehler

Wir alle kennen eine ähnliche Situation. Wir entkorken eine Flasche, schenken das erste Glas ein, und etwas wirkt seltsam.

Er könnte muffig riechen. Oder nach gekochtem Ei. Oder einfach nach gar nichts.

Die erste Reaktion ist meist zu denken, das Etikett passe nicht zu unserem Gaumen. Oft liegt das eigentliche Problem jedoch nicht an unserem Geschmack, sondern daran, dass die Flasche einen der häufigsten Weinfehler aufweist. Auch wenn sie seltener vorkommen, als manchmal angenommen wird, können diese Veränderungen das Aroma, den Geschmack oder die Balance eines Weins erheblich beeinträchtigen.

Was gilt als Fehler im Wein?

Nicht jedes ungewöhnliche Aroma ist ein Fehler.

Rebsorten, Herstellungsmethoden und Reifeprozesse können ungewöhnliche Aromen hervorbringen, die zum Charakter eines Weins gehören.

Von einem Fehler sprechen wir, wenn eine Veränderung die eigentlichen Aromen des Weins überdeckt und das Verkostungserlebnis beeinträchtigt.

Korkfehler

Der bekannteste Fehler.


Wie riecht er?

 Nasser Karton, feuchte Zeitung, muffiger Keller, Feuchtigkeit

Was verursacht ihn?

 Das Vorhandensein einer Verbindung namens TCA

Ist er gefährlich?

 Nein. Er beeinträchtigt lediglich die aromatische Ausdruckskraft des Weins

Lässt er sich beheben?

 Nein. Die Flasche muss ersetzt werden


Reduktion

Wenn der Wein verschlossen wirkt

Viele Weinliebhaber verwechseln dies mit einem irreversiblen Fehler.


Wie riecht er?

 Abgebranntes Streichholz, Rauch, Gummi, gekochtes Ei
 
Effekt

 
 
 In kleinen Dosen kann er Komplexität verleihen. Bei zu starker Ausprägung überdeckt er die Frucht und wirkt unangenehm

Lässt sich das beheben?

 
 
 
 
 Oft ja. Es genügt, den Wein zu belüften oder zu dekantieren


Oxidation

Wenn der Sauerstoff zu weit geht

Jeder Wein braucht Sauerstoff. Zu viel Sauerstoff ist eine andere Sache.

Woran erkennt man sie?

  • Stumpfere Farbe
  • Bernsteinfarbene Töne bei Weißweinen
  • Aromen von oxidiertem Apfel
  • Nüsse
  • Mangelnde Frische


Essigstichige Noten

Übermäßige Flüchtigkeit

In kleinen Mengen verleihen sie Komplexität.

Bei übermäßiger Ausprägung treten Aromen auf, die erinnern an:

  • Essig
  • Nagellackentferner
  • Klebstoff
  • Und sie beginnen, das Gesamtbild zu dominieren.


Brettanomyces

Der umstrittenste Fehler

Über Jahre haben manche Verbraucher und Winzer sein Vorhandensein in bestimmten Mengen akzeptiert.

Typische Aromen:

  • Leder
  • Stall
  • Tierisch
  • Schweiß

In geringen Mengen betrachten manche sie als Teil des Stils. In hohen Mengen überdecken sie die Frucht vollständig.

Kann ein fehlerhafter Wein gefährlich sein?

In den allermeisten Fällen nein. Weinfehler sind hauptsächlich ein sensorisches Problem. Sie beeinträchtigen die Qualität und den Genuss der Verkostung, nicht die Lebensmittelsicherheit.

Was tun, wenn man einen Fehler in einer Flasche vermutet?

Bevor man sie aussortiert:

  • Prüfen, ob die richtige Temperatur vorliegt.
  • Dem Wein ein paar Minuten im Glas geben.
  • Versuchen, ihn zu dekantieren.
  • Aromen mit anderen Personen vergleichen.

Wenn das Problem bestehen bleibt und der Wein eindeutig Anzeichen eines Korkfehlers oder einer schwerwiegenden Veränderung zeigt, ist es am besten, sich an den Händler oder das Weingut zu wenden.

Nicht jedes ungewöhnliche Aroma ist ein Fehler

Eines der faszinierendsten Dinge am Wein ist gerade seine Vielfalt.

Mineralität, rauchige Noten sowie Aromen von Schießpulver, Leder oder Petrol können zum Charakter bestimmter Weine gehören.

Zu lernen, zwischen Charakter und Fehler zu unterscheiden, ist einer der spannendsten Schritte auf dem Weg des Weinliebhabers.