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Cabernet sauvignon

Cabernet Sauvignon ist die große rote Rebsorte der Welt und jeder Weintrinker setzt sie sofort mit einem hochwertigen Rotwein in Verbindung. Vom französischen Médoc aus ist sie dank ihrer ausgezeichneten Eigenschaften auf nahezu jeden Weinberg der Welt gelangt, der sich mit einem gewissen Prestige rühmen möchte.

Australien und Kalifornien sind ihre wichtigsten Abnehmer in der Neuen Welt; dort stellt man Weine mit einem reiferen Profil als dem europäischen her, und oft sogar sortenreine Weine. In Bordeaux dominiert sie weiterhin das linke Ufer und prägt die großen historischen Namen der Châteaux mit ihrem Charakter. In Italien hat die Rebsorte eine Schlüsselrolle in der sogenannten Revolution der Supertoskaner gespielt; dabei handelt es sich um Weine, die außerhalb der Vorschriften der bekanntesten Ursprungsbezeichnungen hergestellt werden und einen großartigen Charakter haben, was oftmals auf den Verschnitt von Cabernet Sauvignon mit Sangiovese zurückgeht. Auch Chile und Südafrika erzeugen außergewöhnliche Weine aus Cabernet Sauvignon; wenn wir allerdings ihre wahre Essenz kennenlernen wollen, müssen wir nach Bordeaux reisen.

Pauillac, Saint-Estèphe, Saint-Julien und Margaux sind einige der besten Appellations des Médoc, in denen die Cabernet Sauvignon ihren Protagonismus durchsetzt. Die Weinstile können von einer AOC zur anderen variieren, wobei die besten Weine aus Margaux und die kräftigsten aus Saint-Estèphe stammen. Die Essenz des guten Cabernets bleibt jedoch in den meisten Weinbergen dieser Region erhalten. In ihrer Jugend haben die Weine eine violett-schwarze Farbe, die sich nach Jahren in granatrot verwandelt. Cabernet-Weine haben immer aromatische Noten von Zedernholz und Bleistiftminen — Aromen, die von der Alterungszeit in Eichenfässern stammen —, aber auch von schwarzen Früchten (Pflaumen und Kirschen). Wenn die Reifung der Trauben nicht ausgeglichen ist, was geschehen kann, wenn der Reifungszyklus in zu heißen Klimazonen beschleunigt wird, sind intensive Aromen spürbar, die an grüne Paprikaschoten erinnern. Dank der soliden Tannine können sich gute Cabernet Sauvignon-Weine jahrzehntelang sehr positiv entwickeln.

Ein mittlerweile analoges Profil eignet sich die Cabernet Sauvignon in Italien an, wie bereits erwähnt ist sie momentan in zahlreichen Regionen des Landes vertreten. Es führt natürlich die Toskana, wo es hervorragende Boreaux-Verschnitte, mit vor allem dieser Traube gibt, in der Gegend um Bolgheri, aber auch im gesamten Gebiet der Maremma und mehr im Hinterland, im Chianti-Gebiet. Die Cabernet der Küste profitiert von mineralischen, lehmigen Böden und dem mediterranen Klima, wodurch sie besonders strukturiert, aber auch angspannt, schmackhaft und elegant wird. Sie verschmäht die Traubenmischung, zwischen Tradition und Innovation, mit der Sangiovese nicht, wodurch die Territorialität und die Frische zunehmen. Im Landesinneren sorgen Kalkstein- und Galestro-Böden für eine noch dynamischere Cabernet mit Klasse, manchmal in Reinform, von gewaltiger Langlebigkeit. Erfolgreich gezüchtet auch auf Sizilien, im Latium, auf den Hügeln von Bologna und im Friaul, manchmal herb, manchmal einfach zu trinken, sticht sie vor allem in Venetien hervor, wo im vulkanischen Gebiet der Euganeischen Hügel einige der größten Bordeaux der Welt hergestellt werden, und in Südtirol, einzige Zone, in der die italienische Cabernet sich etwas vom mediterranen Format befreit, um das Profil der angespannten, dynamischen, tanninhaltigen und mineralischen, "nordischen" Traube anzunehmen.

Wein + Cabernet Sauvignon