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Zusammen mit dem Klima, dem Boden sowie die Handarbeit der Menschen bildet die Traube die Essenz des Weins in einem komplexen Zusammenspiel, den die Franzosen "Terroir" bezeichnen. Verschiedene Rebsorten lassen sich, im Gegensatz zu Regen, Sonne, Wind, Schiefer- oder Kalksteinböden, relativ einfach von einem Weinberg zum anderen tragen. Um ein möglichst hervorragendes Zusammenspiel zu kreieren ist es jedoch unabdingbar die Eigenschaften sowie Anpassungsfähigkeit der weltweit angebauten Rebsorten möglichst genau zu kennen.

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Hauptrebsorten

Zusammen mit dem Klima, dem Boden sowie die Handarbeit der Menschen bildet die Traube die Essenz des Weins in einem komplexen Zusammenspiel, den die Franzosen "Terroir" bezeichnen. Verschiedene Rebsorten lassen sich, im Gegensatz zu Regen, Sonne, Wind, Schiefer- oder Kalksteinböden, relativ einfach von einem Weinberg zum anderen tragen. Um ein möglichst hervorragendes Zusammenspiel zu kreieren ist es jedoch unabdingbar die Eigenschaften sowie Anpassungsfähigkeit der weltweit angebauten Rebsorten möglichst genau zu kennen.

Traubensorten

Die Vielfalt der auf der Welt existierenden Rebsorten ist schier unendlich. Reben werden auf allen bewohnten Kontinenten angebaut und überall wird Wein aus einem Teil dieser Reben hergestellt. Amerika, Europa, Asien, Afrika und Ozeanien produzieren Weine sehr unterschiedlicher Stile, die jedoch immer auf einem Ausgangsprodukt basieren, der Traube.

Die meisten Weintrinker denken sofort an die Farbe der Trauben als erstes Unterscheidungsmerkmal. Weiße (bzw. grüne) und rote Trauben sind zweifelsfrei die beiden bekanntesten Farben, aber nicht die einzigen. Es gibt auch Trauben, deren Schale von Bleigrau bis Rosa variieren kann. In dem Zusammenhang denke man an die Rebsorte Tintorera, die im Gegensatz zu den meisten Sorten kein farbloses, sondern ein violett gefärbtes Fruchtfleisch hat.

Bei den in den Weinbergen verlesenen Trauben kann man auch zwischen aromatisch und nicht aromatisch oder zwischen stark parfümiert und leicht parfümiert unterscheiden. So gelten Trauben wie Riesling oder Sauvignon Blanc als sehr aromatische Trauben, während andere wie Airén oder Pinot Blanc Weine mit weniger ausgeprägtem Bouquet hervorbringen. Weitere Unterscheidungsmerkmale sind Tanninhaltigkeit, Intensität der Struktur, Säuregehalt, Fähigkeit zur Alkoholbildung und andere. Kenntnis über die verschiedenen Traubenarten hilft, die Eigenschaften der jeweiligen Weine besser zu bewerten.

Sortenreine Weine

Sortenreine Weine sind solche, die aus einer Rebsorte hergestellt werden, obwohl einige Ursprungsbezeichnungen ihre Weine auch so nennen dürfen, wenn ein kleiner Anteil anderer Sorten am Verschnitt beteiligt sind.

Diese Art, Weine nach ihrer Rebsorte zu bezeichnen, wirkt heute selbstverständlich und üblich, ist aber eigentlich relativ neu. Bis vor kurzem war die Sorte, mit der ein Wein hergestellt wird, kein besonderer Faktor. Vielen Weintrinkern war es egal, die Rebsorte zu kennen, und wenige Weingüter gaben Auskunft darüber. In Frankreich erschienen zum Beispiel die Rebsorten nur selten auf den Etiketten und niemand fragte beim Kauf danach. Weintrinker wollten einen Burgunder oder einen Rioja trinken und kümmerten sich nicht allzu sehr darum, ob es sich um einen Pinot Noir- oder einen Tempranillo-Wein handelte.

All dies änderte sich schnell, als Produzenten aus der Neuen Welt begannen, stark auf sortenreine Weine zu setzen und die Namen der Sorten prominent auf die Etiketten zu schreiben. Cabernet Sauvignon, Syrah oder Chardonnay wurden schnell populär und machten die Nennung der Traubennamen zur Gewohnheit, die auch bald im alten Europa Einklang fand und Popularität genoss.

Sortenreine Weine zu kennen, bedeutet, etwas über die Essenz des Weins zu lernen, da sich jede Sorte in jedem spezifischen Terroir unterschiedlich verhält; wenn man die Variable der Traubenart isoliert, versteht man eher, wie sich der Boden, das Wetter und die Verarbeitung auf die Ausdruckskraft jeder Sorte auswirken. Sobald Sie mit den bekanntesten Rebsorten der Welt vertraut sind, erkennen Sie nicht nur deren Bedeutung in den verschiedenen Coupagen, sondern können auch besser nachvollziehen, welche grundlegenden Überlegungen der Winzer vor dem Abfüllen seines Weins anstellen muss.

Einheimische und globale Sorten

Derzeit gibt es weltweit mehr als 10.000 verschiedene Rebsorten. Die meisten von ihnen scheinen jedoch denselben Ursprungsort zu haben.

Etwa 5.000 Jahre vor Christus waren die Urbewohner der heutigen Gebiete Georgiens und Armeniens von den roten Früchten, die an den Zweigen der Kletterpflanzen hingen, begeistert. Sie ernteten und aßen sie über eine lange Zeit und lernten allmählich, sie zu unterscheiden. Sie stellten zum Beispiel fest, dass diese wilden Beeren süßer waren, je später im Jahr sie sie pflückten. Sie lagerten die Früchte sogar zum Teil in ihren Höhlen und versteckten sie vor ihren Mitmenschen. Die Überraschung muss groß gewesen sein, als einige versehentlich vergärte Trauben, die damaligen Beerensammler berauschten und mit ihrer Wirkung verführten.

Man begann damit die Trauben zu domestizieren, um ihre Produktion zu kontrollieren und auf ihren Reisen verbreitete sich der Weinbau auf der ganzen Welt. Wahrscheinlich gab es mehrere Orte auf der Erde, an denen Reben domestiziert wurden und sicherlich wurde auch bei vielen wilden Sorten versucht, sie kontrolliert anzubauen. Bei ihren Reisen durch die verschiedenen Gebiete wurden Trauben aus anderen Ländern auf natürliche Weise mit den einheimischen gekreuzt, wodurch im Laufe der Jahrhunderte die Vielzahl der heute bekannten Sorten entstand. Solche die sich besonders gut an einen bestimmten Ort angepasst haben und seit vielen Jahren Teil einer bestimmten Weinanbautradition sind, nennen wir heute einheimische Sorten.

Im Gegenzug gibt es die sogenannten globalen Sorten, die in unzähligen Weinregionen der Welt zu finden sind und international sehr bekannt und beliebt sind. Sumoll und Humagne Rouge werden beispielsweise als einheimische Sorten bezeichnet, da sie praktisch ausschließlich in Katalonien bzw. in der Schweiz vorkommen, während Cabernet Sauvignon oder Riesling als globale Sorten gelten die sich weit über ihre ursprünglichen Heimatländer hinaus ausgebreitet haben.