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Moscato bianco

Die Muskateller-Familie hat sehr antike Ursprünge, griechische und orientalische. Die Muskateller sind aromatische Trauben, von großer Finesse und Eleganz, vorwiegend weiß, aber auch rot. Der weiße Muskateller stellt den meist verbreitenden und begehrtesten Typ dar, so sehr, dass außer Italien auch Frankreich, wo vor allem Süßweine daraus gemacht werden, als ihre Wahlheimat angesehen werden kann. Der weiße Muskateller stellt einen zart strohgelben Wein her, mit aromatischer Nase, die an frischen Moschus (daher sein Name), Salbei, Pfirsich, gelbe Rose erinnert. Am Gaumen drückt er sich generell ziemlich weich und frisch aus, mit einem typisch leicht bitteren Abgang.

Der weiße Muskateller trägt zur Herstellung des Moscato d'Asti DOCG bei, dem typisch süßen Schaumwein aus dem Piemont, der hergestellt wird, indem die Gärung des Mostes im Druckgefäß lahmgelegt wird. So erhält man einen leichten Schaum, guten Zuckerrückstand und geringen Alkoholanteil, der sich sicher hervorragend als Aperitif eignet, oder zu einfachem bzw. weihnachtlichem Gebäck. Der weiße Muskateller ist auch hervorragend als Passito-Wein und beschert ein konzentrierteres, mineralisches, mitreißendes Produkt, wenn auch immer mit einem schönen Mandelecho und berauschend aromatischen Düften von Blumen. Dieser Typ kommt immer noch im Piemont hervorragend zum Ausdruck, in der DOC Loazzolo und im Aostatal.

Mit guten Ergebnissen befindet sich der weiße Muskateller auch im Oltrepò Pavese, in Südtirol und in Venetien, aber auch in den zentralen Regionen, wo bei leichter Trocknung oder Spätlese Weine entstehen, wie der Moscadello di Montalcino, und Südländische, wie der Moscato di Cagliari, der Muskateller aus der Molise und aus Apulien, der oft "königlich" genannt wird, dessen höchster Ausdruch vielleicht der Moscato di Trani ist, bis nach Sizilien, wo zwischen Syrakus und Noto der weiße Muskateller trocknet, mit herausragenden Ergebnissen bezüglich seiner jodhaltigen, salzigen, mineralischen und pflanzlichen Komplexität, zusätzlich zur mediterranen Konzentration des Nektars.

Der weiße Muskateller kann natürlich auch trocken vinifiziert werden, wodurch man einen Wein von intensivem Aroma in der Nase erhält, mit süßen aber frischen, herzhaften, nach Mandel schmeckenden Noten. Ein tolles Beispiel dafür ist im Latium der Moscato di Terracina, der wahrscheinlich die lokale Anpassung des weißen Muskatellers repräsentiert, und der wiederum auch einer Trocknung mit sehr überzeugenden Ergebnissen unterzogen werden kann.

Wein + Moscato bianco