Was ist der Unterschied zwischen Ultreia Saint Jacques und Pittacum?
Die wichtigsten Unterschiede zwischen Ultreia Saint Jacques und Pittacum aus Bierzo, klar und kompakt erklärt.

Ultreia Saint Jacques betont Frische und Spannung, während Pittacum mehr Körper, Struktur und Reifetiefe aus alten Mencía-Reben im Bierzo bietet.
Beide Weine stammen aus derselben Region und derselben Rebsorte, doch sie stehen für zwei unterschiedliche Stilrichtungen. Der Unterschied liegt nicht in der Qualität, sondern in der Interpretation. Der eine setzt auf Präzision und Energie. Der andere auf Volumen und Struktur.
Was macht Bierzo für Mencía-Weine geeignet?
Das Zusammenspiel aus atlantischem und kontinentalem Klima im Bierzo sorgt für eine langsame Reifung, frische Säure und aromatische Intensität, ideal für ausdrucksstarke Mencía-Weine aus alten Reben.
El Bierzo liegt im Nordwesten von Kastilien und León, in einer klimatischen Übergangszone. Der atlantische Einfluss bringt Frische. Kontinentale Bedingungen sorgen für Temperaturunterschiede. Diese Kombination ermöglicht eine allmähliche Reifung und eine ausgewogene phenolische Entwicklung.
Viele Weinberge sind von Schiefer- und Lehmböden geprägt. Alte, buschförmig erzogene Reben mit niedrigen Erträgen konzentrieren die Aromen. Das Ergebnis ist Mencía mit klarer Frucht, präziser Säure und aromatischer Klarheit.
Wie zeigt sich Ultreia Saint Jacques im Glas?
Ultreia Saint Jacques ist ein lebendiger, mittelkräftiger Mencía mit roten Früchten, floralen Noten, mineralischer Spannung und einer frischen Säure, die in ein langes, klares Finale führt.
Er wird von Raúl Pérez erzeugt und folgt einer Philosophie mit minimalen Eingriffen, bei der der Ausdruck des Weinbergs im Mittelpunkt steht. Die Farbe ist leuchtend rubinrot. In der Nase dominieren frische rote Beeren, feine florale Nuancen und mineralische Anklänge.
Der Holzeinsatz unterstützt den Wein, ohne ihn zu überdecken. Am Gaumen sorgt die Säure für Frische und Länge. Die Struktur ist fein. Der Eindruck wirkt vertikal und energiegeladen statt dicht.
Wenn du leichtere Rotweine mit Klarheit und Präzision bevorzugst, passt dieser Stil gut zu dir.
Wie zeigt sich Pittacum im Glas?
Pittacum ist ein körperreicherer Mencía mit reifer schwarzer Frucht, Gewürz- und Kakaonoten, geschliffenen Tanninen und einer breiteren Struktur, die sich für Reifung eignet.
Er wird aus alten Reben von Bodegas Pittacum vinifiziert und zeigt eine tiefere Farbe sowie eine höhere aromatische Konzentration. Schwarze Fruchtaromen stehen im Vordergrund. Der Ausbau bringt würzige Noten und feine Kakaonuancen.
Am Gaumen wirkt er breiter und umhüllender. Die Tannine sind präsent, aber gut eingebunden. Der Holzeinsatz ist deutlicher als bei Ultreia, bleibt jedoch ausgewogen integriert.
Wenn du Rotweine mit Volumen und struktureller Präsenz schätzt, bietet Pittacum genau dieses Profil.
Wie unterscheiden sich Ultreia Saint Jacques und Pittacum stilistisch?
Ultreia betont Frische, rote Frucht und Spannung, während Pittacum dunklere Frucht, Struktur und einen dichteren Mittelgaumen in den Vordergrund stellt.
Im direkten Vergleich wirkt Ultreia leichter und linearer. Pittacum erscheint runder und tiefer. Der eine hebt florale und mineralische Noten hervor. Der andere setzt stärker auf Reife und Komplexität durch den Ausbau.
Diese Unterschiede entstehen durch Entscheidungen im Weinberg, bei der Extraktion und beim Ausbau. Keiner der Ansätze ist grundsätzlich überlegen.
Welchen solltest du wählen: Ultreia oder Pittacum?
Wähle Ultreia für frische und leichtere Gerichte. Wähle Pittacum für kräftigere Speisen sowie mehr Struktur, Tiefe und Reifepotenzial.
Kombiniere Ultreia mit geröstetem Gemüse, Geflügel oder mediterranen Gerichten mit klaren Aromen. Seine Säure erfrischt den Gaumen und überdeckt die Speisen nicht.
Greife zu Pittacum bei rotem Fleisch, Schmorgerichten und langsam gegarten Speisen. Seine Struktur hält intensiven Aromen stand und profitiert von Flaschenreife.
10 €
Angebot bei einem Mindestkauf von 99 €. Der Gutschein ist vier Wochen ab dem Ausstellungsdatum gültig. Nicht kumulierbar mit anderen Angeboten, außer dem des kostenlosen Transports.
Der Kontext ist entscheidend. Ein entspanntes Essen spricht für die Beweglichkeit von Ultreia. Eine fokussierte Verkostung oder ein Reifeprojekt eher für die Tiefe von Pittacum.
Wie solltest du diese Mencía-Weine servieren und verkosten?
Serviere beide Weine bei 14 bis 16 °C und gönne ihnen eine kurze Belüftung, um Aromatik und Textur zu entfalten.
Mencía reagiert gut auf Sauerstoff. Nach dem Öffnen solltest du dem Wein einige Minuten im Glas geben. Mit Luft werden die Aromen oft klarer und definierter.
Wenn möglich, probiere beide nebeneinander. Beginne mit Ultreia, dann Pittacum und kehre anschließend zum ersten Glas zurück. Dieser Vergleich schärft dein Gespür für Struktur, Fruchtprofil und Holzeinfluss.
Werden beide Weine aus alten Mencía-Reben erzeugt?
Ja, beide Weine basieren überwiegend auf alten Mencía-Reben mit niedrigen Erträgen, interpretieren dieses Ausgangsmaterial jedoch in unterschiedliche stilistische Richtungen.
Alte Reben liefern in der Regel weniger Trauben mit höherer Konzentration. Im Bierzo bilden sie das Fundament vieler qualitätsorientierter Projekte.
Ultreia nutzt diese Konzentration für Spannung und Frische. Pittacum für Körper und Reifestruktur.
Wenn du diesen Unterschied verstehst, kannst du beim nächsten Kauf eines Mencía aus dem Bierzo gezielter entscheiden.

