Château de Selle Rosé ist einer dieser Namen, die jeden Sommer auf den Tischen auftauchen, an denen alles so einfach erscheint: ausgedehnte Mahlzeiten, Eis im Eiskübel, Meeresfrüchte, die Sonne, die gemächlich untergeht, und Menschen, die genau wissen, was sie trinken.
Der Unterschied ist, dass es hier neben dem Image auch Wein gibt.
Viel Wein.
Denn hinter dieser auf den ersten Blick erkennbaren Flasche steht Domaines Ott, eines der Weingüter, die den modernen Premium-Rosé geprägt haben. Ein trockener, feiner Stil mit jener salzigen und eleganten Note, die am Tisch besser zur Geltung kommt als vor der Kamera.
Und das merkt man.
Schon beim ersten Schluck zeigen sich diese seidige Textur, die zarte weiße Frucht, die sanften Zitrusnoten und ein leicht mineralischer Abgang, der den Genuss länger anhalten lässt als erwartet. Er strebt weder nach Intensität noch nach sofortiger Wirkung. Er zielt auf etwas Schwierigeres ab: dass man ihn ohne nachzudenken weiter trinken möchte.
Das erklärt ziemlich gut, warum jeder Jahrgang vergriffen ist, bevor der Sommer seinen Höhepunkt erreicht.
Und auch nicht die Art von Flasche, die zu lange wartet, wenn die Hitze erst richtig einsetzt.
Denn es gibt Roséweine, die erfrischen.
Und dann gibt es diejenigen, die alles um einen herum ein bisschen besser erscheinen lassen…
und die, wenn sie da sind, weniger lange halten, als man sich wünschen würde.