Auf dem Etikett von Ramón do Casar Varietal sind keine Reben zu sehen. Kein Weingut. Keine Landschaft. Zu sehen sind mehrere Menschen, die sich in einem Hafen verabschieden. Darunter ein schlichter Satz: „Seit 1955 bei null angefangen.“
Es ist eine Hommage an die Tausenden Galicier, die ihre Heimat verlassen mussten, um eine bessere Zukunft zu suchen. Menschen, die den Ozean mit kaum mehr als einem Koffer und der Hoffnung auf eine Rückkehr überquerten. Einer von ihnen war Ramón González.
Mit kaum zwanzig Jahren emigrierte er nach Venezuela. Dort arbeitete er jahrzehntelang, ohne Ribeiro je zu vergessen. Sein Traum war immer derselbe: nach Hause zurückzukehren und ein Weingut zu gründen, in dem der Wein von dem Land erzählen würde, das er zurückgelassen hatte. Jahre später nahm dieser Traum unter dem Namen Ramón do Casar Gestalt an.
Sein Varietal, aus Treixadura, Godello und Albariño gekeltert, spiegelt genau diese Idee der Rückkehr zu den Wurzeln wider. Es ist ein eleganter, frischer und präziser Weißwein, in dem jede Rebsorte einen Teil der Landschaft von Ribeiro beiträgt und nichts versucht, sich über das Ganze zu stellen.